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Hamburg, 5. Mai 2026

Liebe Kollegen,

in diesen Tagen beginnen die Tarifbotschafter mit der Befragung aller Beschäftigten der Seehäfen, um unsere Forderungen für die Tarifrunde 2026 festzulegen. Wir von den Hafenarbeitern für eine kämpferische ver.di schlagen vor, folgende Forderungen auf die Abfragezettel zu schreiben:

  • 5 € mehr pro Stunde und mehr Freizeit!
  • Erhalt des GHB ohne Verschlechterungen!
  • Streichung der unteren drei Lohngruppen!

„Die Lage hoffnungslos“, oder doch nicht? Auf jeden Fall ist sie schwierig und komplex, der Hafentarif ist ein Flickenteppich. Der Hafen brummt zwar, aber uns wird nichts geschenkt. Eine Forderung, die sich unter Kollegen abzeichnet, ist „Mehr Freizeit“. Wir werden immer älter, sollen aber auch immer flexibler werden, eine Zumutung! „Erhalt des GHB“ bezieht sich auf den GHB Bremerhaven, wo unter der Drohung der Insolvenz weitere Verschlechterungen gefordert werden, wobei die Hafenwirtschaft die Arbeit der GHBler gar nicht richtig bezahlt. Wenn das Schule macht, sind wir alle betroffen. „Streichung der unteren drei Lohngruppen“ zielt auch darauf, die Lage der Lascher zu verbessern, von denen die meisten automatisch in die 4 aufsteigen würden. Auch die 5 € pro Stunde würde die unteren Lohngruppen mehr anheben als eine rein prozentuale Erhöhung. 5 € sind aber auch das absolute Minimum. Ein Kampf dafür wird uns helfen, die Unzufriedenen zum Wiedereintritt in ver.di zu bewegen.

Mit dem dieses Jahr verbindlichen Feedback haben wir das Sagen und können alle schlechten Kompromisse ablehnen. Dafür braucht es natürlich auch Druck und wir müssen bereit sein, dafür zu streiken. Letztes Jahr ist die BTK vor den Bossen eingeknickt und hat uns am ersten (!) Verhandlungstermin einen Tarifabschluss untergejubelt, der uns weiter spaltet. Angesichts der deutschen Unterstützung der Ukraine und Israels, der Aufrüstung und der Sozialkürzungen wollten die Hafenbosse Ruhe im Karton haben und (Warn-)Streiks verhindern. Das wollen sie auch dieses Jahr. Um wirklich zu bestehen und was rauszuholen, müssen wir uns als Hafenarbeiter in ver.di jetzt zusammentun und organisieren, damit die BTK nicht mit einem Kurs wie letztes Jahr durchkommt. Und dafür, dass unsere Gewerkschaft ohne Wenn und Aber für unsere Interessen eintritt.

Ein Hafen – ein Kampf!

Info und Diskussion: 0170 8862306