https://iclfi.org/pubs/spad/2026-ghb-bremen
Wir veröffentlichen hier das neue Flugblatt der Gruppe „Hafenarbeiter für eine kämpferische ver.di“, das wir am 27. März von ihnen erhalten haben.
Wieder einmal drohen die Hafenbosse mit Insolvenz beim GHB im Lande Bremen, um noch mehr Flexibilisierung und Verschlechterungen durchzusetzen. Wie die Kollegen aus Bremen und Bremerhaven in ihrem Aufruf zur Demo am 8. April sagen: Ein Angriff auf den GHB ist ein Angriff auf alle. Wir von den Hafenarbeitern für eine kämpferische ver.di begrüßen euren Kampf und rufen die Hamburger Hafenarbeiter auf, am 8. April nach Bremerhaven zu kommen, um die Kollegen des GHB dort zu unterstützen. Ver.di mobilisiert in Hamburg, damit aber möglichst viele Kollegen zur Demo gehen können, wäre es am besten, wenn ver.di zu einer vierstündigen Arbeitsniederlegung aufruft.
Sowohl in Bremerhaven beim Kampf um den Haustarif, als auch in Hamburg beim Kampf gegen den MSC-Deal hat sich gezeigt, dass wir aus unserer Gewerkschaft eine kämpferische Organisation machen müssen. Die Kollegen im Autoumschlag haben bereits den schlechtesten Tarif und jetzt wollen die Bosse der Hafeneinzelbetriebe wieder alle Risiken hauptsächlich auf den GHB abwälzen. Das kennen wir auch in Hamburg, wir werden älter, sollen aber mehr arbeiten. Bei Eurogate Hamburg benutzen sie Teilzeitmodelle und bei der HHLA CTX, um Flexibilisierung auf die Arbeiter abzuwälzen. Es gibt Auslagerungen bei angeblich weniger profitablen kleinen Terminals und Betriebsteilen. Aushöhlung der GHB-Tarife und unsichere Arbeitsplätze. Was weg ist, ist weg. Während die Hafenbosse die Gewinne einfahren, sollen wir bezahlen und zurückstecken?! NEIN! Beim GHB in Bremerhaven ist ein Sieg notwendig, um Errungenschaften abzusichern.
Hafenbosse raus aus den Einteilungen! Deren Interessen sind unseren entgegengesetzt, wir brauchen bessere und gerechtere Einteilungen, von ver.di organisiert. Automatisierung muss zu Gunsten der Beschäftigten! Der Druck auf uns kommt nicht nur von den Hafenbossen, Merz und Klingbeil geben mit vollen Händen Geld aus, um Ukraine und Israel zu unterstützen. Kriegspolitik und NATO-Mitgliedschaft läßt Abgaben und Spritpreise explodieren. Die Kosten werden auf uns abgewälzt. Ein Fallenlassen der Sanktionen gegen Russland und Iran würde dagegen mehr Arbeit und Jobs für Hafenarbeiter bedeuten, dort und hier. Ver.di muss den Kampf kämpferisch führen. Das geht nicht, wenn man Verständnis für die Hafenbosse hat. Lasst uns eine Allianz der Hafenarbeiter aufbauen, damit sie uns nicht gegeneinander ausspielen können.
Alle zusammen für den Erhalt des GHB im Lande Bremen. Kommt zur Demo am 8. April, 14 Uhr, GHBG-Gebäude, Franziusstrasse 79, Bremerhaven!
- Keine Flexibilisierung!
- Keine Verschlechterungen!
- Keine Entlassungen!

