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Am 3. September haben die VW-Bosse die neuesten Angriffe beschlossen: massiven Stellenabbau von 50.000 Jobs, Werksschließungen und weiteren Lohnraub. Von den obszön reichen Besitzerfamilien keine Überraschung. Aber dass sich die Führung der Gewerkschaft IG Metall, wie Benner und Cavallo, hinter diese Pläne gestellt und sie durchgewinkt hat, ist nichts anderes als ein Verrat am Zweck der Gewerkschaft, die Interessen der Arbeiter zu verteidigen. Nein zur Kapitulation der IGM-Führung! Die Auto- und Metallindustrie ist die stärkste Bastion der Gewerkschaften – die Kollegen bei VW z. B. sind über 90 % gewerkschaftlich organisiert. Dies stellt eine enorme potenzielle Kraft dar, die, wenn mobilisiert, den Kahlschlagsplänen der Kapitalisten Einhalt gebieten könnte.

Es sollten an den Aktionstagen vom 21. und 26. September möglichst viele Kollegen mobilisiert werden, um Druck zu machen: Bereiten wir den gemeinsamen Kampf aller Metaller vor. Die Bosse bei Mercedes drängen auf 40 Arbeitsstunden für 35 Stunden Lohn und drohen mit Auslagerungen, während Tesla-Boss Elon Musk jegliche gewerkschaftliche Organisation unterdrücken will, um möglichst viel Profit aus den Arbeitern zu pressen. Warum kapitulieren die IG-Metall-Führer vor einem Angriff nach dem anderen?

Die Antwort: weil die Gewerkschaftsführer die Profitabilität der Konzerne unterstützen und die Lüge der „Sozialpartnerschaft“ völlig übernommen haben, dass die Zusammenarbeit mit den Kapitalisten Wohlstand und Arbeitsplätze garantieren würde. Über Jahrzehnte bedeutete das, dass die Arbeitsbedingungen der Arbeiter schlechter und die Gewerkschaften immer schwächer wurden. Und gerade in Krisenzeiten wie jetzt predigt die Gewerkschaftsführung Verzicht, um angeblich die Arbeiter zu schützen. Das befeuert aber nur die Abwärtsspirale, gibt eine starke Position der Arbeiter nach der anderen auf und bereitet immer massiveren Angriffen den Boden, wie jetzt in der Automobilindustrie. Schluss damit!

So wie die „Sozialpartnerschaft“ im Betrieb unterstützt die IG-Metall-Führung das Bündnis der deutschen Kapitalisten mit den USA als angeblichen Garant für Frieden und Wohlstand. Aber es ist genau dieses Bündnis, insbesondere die aggressive Militärallianz der NATO, das Zerstörung und Chaos in der Welt stiftet (wie mit ihren Kriegen in Afghanistan und Iran). Jetzt setzen Merz und Klingbeil massive Aufrüstung, ganz im Sinne Trumps, durch, und sie schmeißen im Dienste der Imperialisten in den USA und Deutschland Milliarden in die Ukraine, damit das Bruderschlachten zwischen russischen und ukrainischen Arbeitern weitergeht. Für all das soll die Arbeiterklasse bluten. Wenn IG-Metall-Führerin Christiane Benner sich hinter das Sondervermögen und damit die massive Aufrüstung stellt, steht sie damit ganz klar gegen die Interessen aller Arbeiter. Nein zu NATO und Waffenlieferungen an die Ukraine!

Regierung, Metall-Bosse und die IG-Metall-Führung verbreiten die Erzählung, dass Rüstungsproduktion gute Industriejobs bringen wird. Aber die paar Tausend Jobs, die es dort mit schlechten Bedingungen geben wird, bedeuten, die Arbeiterbewegung insgesamt immer enger an die Interessen der Imperialisten zu ketten, und sollen den Kapitalisten helfen, Tod und Verwüstung in der Welt zu bringen, wofür sie auch noch die Arbeiterkinder als Kanonenfutter nutzen wollen.

In vielen Betrieben brodelt es – der offene Brief der Vertrauensleute aus Untertürkheim war nur das prominenteste Beispiel. Ohne Frage gibt es großen Druck durch die Stimmung unter den Arbeitern in vielen Betrieben. Die IG-Metall-Führung kämpft darum, in Kontrolle zu bleiben, während sich viele Kollegen von der Gewerkschaft enttäuscht abwenden, weil sie keine wirksamen Aktionen erwarten: eine sehr schwere Situation für kämpferische Arbeiter. Jetzt ist es die Aufgabe der fortgeschrittensten Arbeiter, Vorbereitungsarbeit zu leisten, um wirksame Klassenkampfaktionen wie Streiks vorzubereiten. Dies bedeutet, einen politischen Kampf gegen den jetzigen Kurs der IG-Metall-Führer zu führen. Wir brauchen eine Perspektive, den Kampf um jeden Arbeitsplatz mit Opposition gegen die NATO-Aufrüstung zu verbinden. Dafür ist es notwendig, anzufangen, sich zusammenzuschließen und kämpferische Kollegen über Werks- und Firmengrenzen zu koordinieren. Bringen wir nicht organisierte Kollegen in die Gewerkschaft, stärken wir die IG Metall und machen wir sie zu einer kämpfenden Gewerkschaft!